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Premier League: Ineos-Chef Jim Ratcliffe steigt bei Manchester United ein - DER SPIEGEL

Jim Ratcliffe im Old Trafford im März

Jim Ratcliffe im Old Trafford im März

Foto: Phil Noble / REUTERS

Vor mehr als einem Jahr wurde bekannt, dass Teile von Manchester United zum Verkauf stehen. An diesem Sonntag gab der Premier-League-Klub nun bekannt, dass sich ein Käufer gefunden hat. Der britische Milliardär Jim Ratcliffe hat eine Minderheitsbeteiligung an United erworben.

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Jim Ratcliffe ist Eigentümer des Petrochemie-Riesen Ineos und einer der reichsten Menschen Großbritanniens. Er hat einen Anteil von »bis zu 25 Prozent« am 20-maligen Meister erworben und wird 300 Millionen Dollar in das Stadion Old Trafford investieren, wie der Klub bekannt gab.

Ratcliffe wird mit kämpferischen Worten auf der Homepage  des Klubs zitiert: »Wir sind langfristig hier und wissen, dass viele Herausforderungen und harte Arbeit vor uns liegen, die wir mit Strenge, Professionalität und Leidenschaft angehen werden. Wir sind entschlossen, mit allen im Klub – dem Vorstand, den Mitarbeitern, den Spielern und den Fans – zusammenzuarbeiten, um den Klub voranzubringen.«

Auch Katar bot einst mit

Als Teil der Vereinbarung gab United bekannt, dass Ratcliffe die Verantwortung für den Fußballbetrieb des Klubs übernehmen wird. »Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir alle wollen Manchester United wieder dort sehen, wo wir hingehören, an der Spitze des englischen, europäischen und weltweiten Fußballs«, sagte Ratcliffe laut Manchester United.

Der englische Rekordmeister Manchester United steckt seit Jahren in der Krise: In der Meisterschaft geht United seit Jahren leer aus, in dieser Saison gab es ein blamables Ausscheiden in der Champions League . Wegen einer verfehlten Kaderplanung in den vergangenen Jahren ist Uniteds Inhaberfamilie Glazer schon lange in der Kritik.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen sind dennoch weiter positiv. Kürzlich verkündete United für das abgelaufene Jahr einen Umsatz von rund 650 Millionen Pfund , umgerechnet etwa 760 Millionen Euro. Mehr hatte bis dahin noch kein Premier-League-Klub umgesetzt – wobei Meister Manchester City inzwischen noch höhere Zahlen bekannt gegeben hat.

Auch ein Konsortium aus Katar hatte ursprünglich wohl um Anteile an United mitgeboten, war dann aber ausgestiegen.

kjo/AP

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